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Ackerschachtelhalm

Allgemeines und Geschichte:
Zur Gattung gehören ca. 15 Arten, die weltweit, ausgenommen Australien, zuhause sind, E. arvense insbesondere in den gemäßigten Regionen Europas, in Asien südwärts bis zum Himalaja, Mittel- und Nordchina sowie Japan, in Nordamerika von Alaska bis Texas. Der Ackerschachtelhalm war bereits im alten Griechenland als harntreibend, als Husten- und Wundmittel und als Mittel zum Stillen des Gebärmutterblutflusses bekannt. Seit dem 15. Jahrhundert wurde von mehreren berühmten Ärzten auf die diuretische Wirkung der Pflanze hingewiesen. Vor der Vergessenheit bewahrt hat den Ackerschachtelhalm schließlich Kneipp, der ihn erfolgreich zur Behandlung von hartnäckigen Wunden, krebsartigen Geschwüren, Schmerzen bei Grieß- und Steinleiden und beim Wasserlassen, Blutungen und Bluterbrechen anwandte. Der hohe Mineralanteil in den Stängeln einiger Arten führte zur Verwendung z.B. beim Polieren von Metall. Der Name Zinnkraut geht darauf zurück.

Wissenschaftlicher Name: Equisetum arvense L.

Etymologie: Der Gattungsname 'Equisetum' ist vom lateinischen 'equus = Pferd' und 'saeta, seta = Borste, Tierhaar' - bezugnehmend auf das Erscheinungsbild des Schachtelhalmes hergeleitet. 'Arvensis' kommt vom Lateinischen 'arva = Acker' und verweist auf den bevorzugten Standort, der auch im deutschen Namen enthalten ist.

Volkstümliche Namen: Ackerschachtelhalm, Bandwisch, Kannenkraut, Katzenschwanz, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Pferdeschwanzkraut, Schachtelhalm, Schafheu, Schafstroh, Scheuergras, Scheuerkraut, Zinngras, Zinnkraut.

Botanik: E. arvense ist eine mehrjährige Pflanze mit reich verzweigten, behaarten Wurzelstöcken bis 1.6 m tief in den Boden hinein. Im Frühjahr entwickeln sich rotbraune bis strohgelbe, 20 cm hohe, einfache Stängel, die mehrfach braune, quirlig angeordnete, spitz schwarz zulaufende, trockenhäutige Blätter und an der Spitze wie in Ähren angeordnete Sporenbehälter tragen. Im Sommer die sterilen Laubtriebe. Die 10 bis 14 cm hohen Stängel tragen an den Knoten quirlig angeordnete Äste. Stängel und Zweige sind tief gefurcht, vierkantig und rau.

Genutzte Pflanzenteile: Verwendung finden die getrockneten und frischen grünen, sterilen Sprosse sowie deren Zubereitungen (Tees, Kapseln, Tropfen und diverse Kombinationspräparate).
Potentiell aktive Inhaltsstoffe: Kieselsäure und Flavonoide.

Bild: © Martina Berg/fotolia.com