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Sagenhafter Fluorit


Geschichte

In einer Sage heißt es, dass Noah nach der Sintflut seine beiden Tauben aussandte um in Erfahrung zu bringen, ob sich das Wasser zurückzieht. Als sie zurückkamen, berichteten sie, dass alle Regenbogen begonnen hatten, bis zur Erde hinab zu scheinen, um dieser ihre Farben wieder zu geben. Als alle Pflanzen und Lebewesen ihre Farben zurückerhielten, blieb ein Stein zurück, der Fluorit. Für ihn hatten sie sich etwas Besonderes ausgedacht. Um auf der Erde bleiben zu dürfen, schlüpften sie in ihn und ließen ihn in einem wunderschönen, farbenprächtigen Glanz erstrahlen. Die Farben des Fluorit reichen tatsächlich von violett, blau, grün, gelb, farblos, braun, pink und schwarz bis hin zu einem rötlichen Orange. Die am häufigsten anzutreffende Kombination ist violett/grün.


Anwendung
Seinen Namen erhielt der Fluorit von Georgius Agricola (1494-1555), einem Naturforscher, der diesen vom lateinischen „fluere“, „fließen“ ableitete. Er erkannte, dass Fluorit in Form seines Calciumsalzes sehr gut beim Metallschmelzen nutzbar ist. Er sorgt dafür, dass Erzschmelzen und Schlacken dünnflüssiger werden, und dadurch fließen. In Deutschland ist auch der Name Flussspat bekannt, da sich aus ihm Flusssäure gewinnen lässt, ein wichtiges Ätzmittel bei der Zersetzung von Glas. Beim Bestrahlen des Minerals stellte Carl Friedrich Mohs (1773-1839) eine deutliche rosa-violette Fluoreszenz fest – ein kalisch-optisches Phänomen, das nun nach dem Fluorit benannt wurde. Dem Franzosen Henri Moissan (1852 – 1907) gelang es, reines Fluor zu erzeugen, was ihm den Nobelpreis 1906 einbrachte.
Fluor kommt in reiner Form nicht vor, es ist immer in Form seiner Salze, Fluoriden anzutreffen. Heutzutage dient Flussspat häufig zur Herstellung von Fluor und Fluorchemikalien. In unserem Alltag begegnen wir Fluor auf Schritt und Tritt, so z.B. in der Zahnpasta, der Teflonpfanne, im Handy etc.

Heilkraft

Entsprechend den Farbvarietäten sind unterschiedliche Heilkräfte überliefert. So soll der Regenbogenfluorit reinigende und entschlackende Eigenschaften haben und aufgrund seines Calciumgehaltes dem Knochenbau guttun. Der violette Fluorit soll Geist und Körper in einen harmonievolleren Einklang bringen und dadurch Kopfschmerzen mildern können.
Auf der geistig-seelischen Ebene soll er innige Gefühle in der Partnerschaft stärken sowie die Intuition und Konzentration fördern.

Kurzfakten
Vorkommen: Deutschland, Schweiz, Norwegen, Brasilien, China, u.a.
Mohshärte: 4
Pflege: einmal pro Woche unter fließendem lauwarmem Wasser entladen und reinigen, dann an der Sonne oder in einer Bergkristall-Gruppe aufladen
Astrologie: dem Sternzeichen Fische zugeordnet

Literaturhinweis: Edelsteingeschichten, Klaus Drexel, Drexel Verlag