Rosen-Tipps für Hobbygärtner
Die älteste Darstellung einer Rose im Knossospalast auf Kreta wird auf 1600 v. Chr. datiert. Bei den alten Griechen ist die Rose der Göttin Aphrodite, bei den Römern der Göttin Venus geweiht. Die griechische Dichterin Sappho hat die Rose als „Königin der Blumen" beschrieben.
Ihre Vielfalt, ihr Farbenreichtum und ihr Duft haben Sie bei uns zu einer der beliebtesten Blumen auf Terrassen, Balkonen und in Gärten gemacht. Wenn Sie ein paar Grundregeln beherzigen, können Sie bald ihre verschwenderische Schönheit genießen.
Bedingungen
- Rosen lieben die Sonne. Ost- und Westseite sind sehr gut geeignete Standorte. Bei reinen Südlagen kann es zu Hitzestau kommen.
- Wichtig ist auch eine gute Belüftung. Übrigens, mit nicht ganz so günstigen Standorten kommen kleinblütigere Rosen besser klar.
Boden
- Rosen benötigen tiefe lehmige Böden. Bei Blumentöpfen unbedingt auf eine entsprechende Topftiefe achten.
- Bei tonhaltigen Böden empfiehlt es sich, Sand und Humus einzuarbeiten.
- Bei überwiegend sandigem Boden verbessert Humus die Lebensbedingungen enorm.
- nicht geeignet, weil zu sauer, sind sehr moorige Böden. Hier sollten Sie erhebliche Mengen an Sand, Humus und Kalk einarbeiten.
Bewässerung
- Rosen mögen keine nassen Füße, bitte vermeiden Sie Staunässe in Blumentöpfen.
- Im Beet eingepflanzte Rosen 1-2 x die Woche gießen.
- Bei anhaltender Trockenheit täglich, möglichst morgens wässern. Nur den Boden wässern, nicht über Blätter und Blüten gießen, das fördert nur den Pilzbefall.
Düngen
- Bei guter Bodenbeschaffenheit (siehe Boden), im 1. Jahr nicht düngen.
- In den Folgejahren, am besten im Frühjahr organischen Volldünger verwenden. Hierin sind Stickstoff, Phosphor, Kali und wertvolle Mikroorganismen enthalten.
- Ab Juli keinen Stickstoff mehr einbringen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Triebe nicht ausreifen.
- Im September wieder mit Kali düngen, das festigt das Holz.
- Rosen im Topf benötigen eine andere Behandlung. Diese nur im Sommer etwa 5-6 mal mit organischem Flüssigdünger düngen.
Schneiden
- Im Frühjahr die älteren, kaputten Triebe entfernen und die frischen Triebe stehen lassen.
- Während der Blütezeit die verblühten Blumen samt Dolde und dem nächst gelegenen Blatt abschneiden. Neue Blüten können dann schneller nachkommen.
- Im Herbst beim Rückschnitt nicht zu zaghaft sein, der Neuaustrieb wird um so kräftiger ausfallen.
Überwintern
- Wichtig ist bereits beim Pflanzen der Schutz der Veredelungsstelle. Diese sollte von Anfang an einige Zentimeter unter der Erde liegen.
- Bevor der Frost kommt am besten zusätzlich etwas Erde anhäufeln und mit Tannenreisig abdecken.
- Kletterrosen mit Tannenreisig umwickeln.
- Topfrosen mögen im Winter kühl, dunkel und windgeschützt stehen, z.B. im Keller. Die Erde soll immer feucht bleiben. Für die Überwinterung im Freien eignet sich ein Vliessack, der über die Rose und den Topf gestülpt und zugebunden wird. Gegen Ende des Winters mit dem Gießen anfangen.
- Ende März, Anfang April den Winterschutz entfernen.
Krankheiten
- Bei Befall von tierischen Schädlingen wie z.B. Läusen, ein schonendes Seifenpräparat verwendenÂ
- Pilzkrankheiten sind bei Rosen leider häufig:
Rosenrost kann bei starker Trockenheit und Wärme entstehen: das befallene Laub entfernen und ggf, mit einer biologischen
Vital-Lösung spritzen.
Echter Mehltau entsteht meist bei sehr heißem trockenem Wetter: die befallenen Triebspitzen und Blätter abschneiden, ein Austrocknen der Ballen vermeiden und ggf. ein Backpulverpräparat anwenden.
Sternrußtau ist typisch bei feuchtem Wetter: auch hier die befallenen Blätter entfernen und den Boden mit einem Bio-Vitalmittel behandeln, damit
dieser Pilz nicht wieder aufsteigen kann.

