Von der Kraft der Farben
Â
Licht und Farbe
Im Jahre 1666 entdeckte Isaak Newton, dass Licht aus verschiedenen Farben, den sog. Spektralfarben zusammengesetzt ist. Er leitete einen Lichtstrahl durch ein Glasprisma und machte so sieben, für das menschliche Auge erkennbare, Farben sichtbar. Diese Farben finden sich auch in einem Regenbogen wieder: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Licht und Farbe sind damit untrennbar verbunden.
Â
Keine Schwarzmalerei
Schon die Mayas, Azteken und Ägypter haben die Farbtherapie begründet und vor allem das Sonnenlicht verehrt. In neuerer Zeit setzte sich sogar Goethe mit der Farblehre auseinander und verfasste ein Buch. Als Begründer der modernen Farbtherapie gilt jedoch der Amerikaner Edwin D. Babbit, der 1878 mit seinem Werk "Die Prinzipien von Licht und Farbe" viel Aufmerksamkeit erregte. 1979 legte dann der Heilpraktiker Heinz Schiegl den Titel "Colortherapie" auf. Beigelegte Farbfilter machten für den Leser das Gesagte sofort erlebbar. Es wurde später entdeckt, dass jede Körperzelle über Farbrezeptoren verfügt, welche die Aufnahmefähigkeit für Farben bei Bedarf selektiv steigern können. Dieser Annahme nach, könnten mit der richtigen Farbe Informationen in den Körper "gestrahlt" werden. Es wird dabei versucht, die Kräfte der Farben vorbeugend oder sogar heilend einzusetzen.
Â
Vom warmen Rot und kühlen Blau
Jede Farbe besitzt eine für sie typische Wellenlänge, auch elektromagnetische Schwingung, und Energie, die sich auf den Körper übertragen kann. In der Farbtherapie sind jeder Farbe Wirkungen auf den Körper zugeordnet:
Blau: schmerzstillend und beruhigend. Blau wird zum Beispiel bei Migräne und nervösen Herz- oder Schlafstörungen eingesetzt.
Rot: anregend und energiesteigernd. Es stimuliert den Stoffwechsel und aktiviert die Libido. Zuviel Rot kann aber aggressiv machen!
Orange: belebend und die Heiterkeit fördernd. Kann den Lebensmut stärken, den Appetit, die Nierentätigkeit und die Verdauung anregen.
Gelb: vermittelt ein Gefühl von Sonnenlicht und regt Lymphe, Nerven und Verdauung an.
Violett: ausgleichend. Kann der Entschlackung dienen und wird häufig bei Hauterkrankungen eingesetzt.
Grün: soll beruhigen und ein Gefühl von Harmonie und Hoffnung vermitteln.
Â
Wie nehmen wir Farbe auf?
Das Sehen allein ist nicht die einzige Möglichkeit zur Aufnahme der Farbe. Hier einige Anwendungsmöglichkeiten:
Farbbestrahlung: Farbige Lampen werden ca. 10-20 cm über dem Körper angebracht. Diese beleuchten Organe oder Chakren (Energiezentren) mit speziellen Farben.
Nahrungsmittel: Die farbliche Auswahl der Speisen spielt eine Rolle, aber auch bestimmte Zutaten, die vor dem Essen mit einer Farblampe beleuchtet werden.
Getränke: stilles Mineralwasser oder Heilwasser wird vor dem Trinken mit einer ausgewählten Farbe beleuchtet.
Farbbad: Entweder wird das Badewasser zuvor mit farbigen Lampen beleuchtet oder der Badende wird beleuchtet.
Augen: Bestimmte Farbtafeln werden konzentriert betrachtet.
Farbvisualisierung: hier geht es darum, sich Farben vorzustellen. Dabei ist ein entspannter Zustand von Bedeutung.
Farbakupunktur: Bestimmte Akupunkturpunkte werden mit einer stiftförmigen Farblampe direkt angeleuchtet.
Kontakt mit farbigen Gegenständen: noch relativ unerforscht ist die Möglichkeit der Beeinflussung über farbige Textilien, Möbelstücke, Gardinen etc.
Â
Nebenwirkungen und Grenzen
Die Farbtherapie zeigt in der Regel keine Nebenwirkungen und ist ungefährlich. Bei unklaren Beschwerden sollte auf jeden Fall rechtzeitig ein Arzt aufgesucht werden. Beachten Sie bitte auch, dass diese Hinweise keinen Arztbesuch ersetzen.
Â
Â
Â
Â
Â
Â
Â
Â
Â

