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Der Schlaf – Zeit für Rückzug und Erholung

Mehr als ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir mit Schlafen. Manchmal ist er uns lästig, da er uns darin stoppt, noch mehr zu erleben, manchmal können wir es kaum erwarten, in ihn zu sinken. Auf jeden Fall benötigen wir ihn um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Guter Schlaf – ein flüchtiges Gutschlafende Frau

Für rund 42 Prozent der Deutschen ist ein guter Schlaf leider nicht selbstverständlich, 15 Prozent leiden sogar an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Betroffen sind besonders Frauen, Freiberufler und Arbeiter. Die Mehrheit ist zwischen 35 und 55 Jahre alt und steht mitten im Berufsleben. Wer schon einmal die Erfahrung einer durchwachten Nacht gemacht hat, weiß wie hart der Alltag am Tag danach zu bewältigen ist.

Vom Schlafbedürfnis

Am meisten Schlaf benötigen die Babys, sie bringen es locker auf 20 Stunden. Auch jüngere Menschen benötigen mehr Schlaf als ältere, die mit ca. 5-6 Stunden auskommen. Wichtig: die Zeit des Mittagsschlafs wird hier dazugerechnet. Die meisten Menschen benötigen im Schnitt sieben bis acht Stunden Schlaf.

Was im Schlaf passiert

Im Schlaf regeneriert der Körper. Die Organe, die im Schlaf ihre Leistung etwas zurückfahren, können sich erholen. Entscheidend sind dabei die Tiefschlafphasen (sog. Non-REM), die sich mit den oberflächlichen Schlafphasen (sog. REM) in ca. 90-minütigem Abstand abwechseln. Während der Non-REM-Phase werden Reparaturen an den Zellen durchgeführt, das Immunsystem erholt sich, Hormone werden ausgeschüttet und der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. In den REM-Phasen, die durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet sind, werden die Infos des Tages verarbeitet und der Stress bewältigt. Bei einer optimalen Nacht, wechseln sich 4-5 Non-REM/REM-Phasen ab.

Einen guten Schlaf fördern

Es gibt einiges, das wir tun können um die Schlafdauer und –Qualität zu verbessern:

  • nach ca. 10-15 Jahren sollte die Matratze gewechselt werden
  • das Schlafzimmer gut abdunkeln, denn das schlaffördernde Melatonin wird nur im Dunkeln in ausreichender Menge gebildet
  • die zarte Beduftung des Raumes mit Lavendelöl, das die Schlafqualität verbessern soll
  • auf elektrische Geräte weitgehend verzichten, da diese die Regenerationsphase stören können
Natürliche Einschlafhilfen
  • Hopfen in Form eines Tees oder in Kombination mit Baldrian als Dragees
  • ein Glas Milch mit Honig, denn die Süße des Honigs in Kombination mit dem Milcheiweiß setzt Serotonin frei, welches das Einschlafen erleichtern kann
  • Kräuterkissen, gefüllt mit Hopfen und Lavendel
  • Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, kurz vor dem Zubettgehen
  • Bachblüten-Notfalltropfen können ebenfalls eine sanfte Einschlafhilfe darstellen

Wir wünschen Ihnen einen guten Schlaf und schöne Träume!

Quelle: Club-Zeitung Nr. 23, Herbst 2008

© Bild: photographer Valua Vitaly 2008/fotolia.com