Fasten - eine Wohltat für Körper und Seele
Diät-Trends kommen und verschwinden wieder. Jedes Frühjahr zieren Wunderdiäten die Titel vieler Zeitschriften. Das Fasten selbst ist bereits ein uraltes Thema, das sich durch die verschiedenen Religionen zieht. Christen fasten traditionell 40 Tage vor Ostern, Muslime im Fastenmonat Ramadan. Mahatma Gandhi sagte einmal: "Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere." Die Gewichtsreduktion steht also gar nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um ein zur Ruhe kommen, Achtsamkeit, ein Überdenken bestimmter Themen und um die körperliche und geistige Reinigung.
Wie kann Fasten Körper, Geist und Seele unterstützen?
Bei folgenden gesundheitlichen Störungen kann Fasten positive Auswirkungen haben:Â
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
- Diabetes mellitus Typ II
- verschiedene Verdauungsstörungen
- Fettleber und Gallenblasenleiden
- Bluthochdruck und andere Erkrankungen der Blutgefäße; Venenproblematiken
- Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht
- Neurodermitis und Schuppenflechte
- Allergien
- Migräne und Gicht
Grenzen des Fastens
Bei allem positiven Nutzen ist Fasten dennoch kein Weg für alle Menschen.
Darauf verzichten sollten:
- Kinder und Jugendliche
- Schwangere und stillende Mütter
- pflegebedürftige und bettlägerige Menschen
- Menschen mit schweren Leiden, z.B. Krebs, Aids
- Magersüchtige oder an Bulimie erkrankte Personen
- übersäuerte Menschen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel
- Dialysepatienten oder bei bestehender Niereninsuffizienz
- Diabetes mellitus Typ I
- bei rasch fortschreitenden Herzkranzgefäßerkrankungen
Wie fasten Sie am besten?
Wenn Sie sich einmal für eine Fastenkur entschieden haben, dann sollten Sie den Termin
sorgfältig planen und einige Dinge beachten. Welche Art des Fastens kommt Ihnen am meisten
entgegen? Muss es eine Total-Fastenkur sein, bei der Sie nur Tee, Wasser und Vitaminpräparate
zu sich nehmen oder liegt Ihnen das Wanderfasten in einer Gruppe mehr. Beim klassischen
Heilfasten nach Dr. Otto Buchinger stehen Obst- und Gemüsesäfte, Gemüsebrühe, Vitamine,
Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe auf dem Ernährungsplan. Besorgen Sie sich im Vorfeld
auf jeden Fall viele Informationen über die von Ihnen gewählte Form. Die Einstimmung auf eine
Fastenkur erfolgt nämlich schon erhebliche Zeit vor dem "nicht mehr Essen".
Wichtige Regeln
Gerade, wenn Sie zum ersten Mal fasten, sollten Sie die wichtigsten Fastenregeln kennen:
- Denken Sie daran, viel zu trinken, mind. 2,5 - 3 Liter. Wechseln Sie zwischen Tees (nur
keinen Schwarztee), Wasser, Obst- und Gemüsesäften ab. - Belasten Sie Ihren Körper während dieser Zeit nicht zu sehr. Verzichten Sie auf
Nikotin, Alkohol und Kaffee sowie Abführmittel oder Appetitzügler. - Kommen Sie zur Ruhe. Versuchen Sie, sich einmal so richtig aus dem Alltag auszuklinken.
- Befreien Sie sich vom Druck und verbringen Sie ganz bewusst Zeit mit Dingen, die Ihnen gut tun.
- Sorgen Sie für ausreichend Bewegung. Spaziergänge an der frischen Luft sind besonders gut geeignet.
- Fördern Sie die Ausscheidungsprozesse. Indem Sie viel Flüssigkeit aufnehmen, spülen Sie Ihre
Nieren gut durch. Machen Sie Bewegungs- und Atemübungen. Das Schwitzen gehört zum
Reinigungsprozess dazu. - Fasten Sie mit dem Mond: Die Zeit der abnehmenden Mondphase erleichtert Ihnen das Fasten und
hilft Ihnen, durchzuhalten. - Sprechen Sie vor dem Fasten mit Ihrem Hausarzt und lassen Sie sich womöglich von ihm während
dieser Zeit begleiten.
Erfahrungen!

