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Positives Denken

Glaubt man den Wissenschaftlern der Universität Yale, gibt es einen Zusammenhang zwischen negativen Überzeugungen zum Thema Altern und einer signifikant höheren Lebenserwartung. Wie eine Studie ergab, leben Menschen mit einer positiveren Selbstwahrnehmung des Alterns im Schnitt siebeneinhalb Jahre länger als jene mit einer weniger postiven. Die Befragungen für die Studie begannen zum Teil bereits vor 23 Jahren.

Eine aktuelle Studie, die von der Techniker Krankenkasse beauftragt und in Zusammenarbeit von Psychologen der Roehampton University in London und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde, brachte ebenfalls ermutigende Ergebnisse. Untersucht wurden optimistische und pessimistische Studenten innerhalb und außerhalb der Prüfungsphase. Die Optimisten waren deutlich weniger stressgeplagt und angestrengt, sie hatten auch weniger Symptome einer Erkältung.

Auch wenn das erfreuliche Ergebnisse sind, heißt das noch lange nicht, dass positives Denken generell in allen Situationen für jeden Menschen nur positive Effekte liefert. Doch kann es durchaus lohnend sein, sich um positive Gedanken zu bemühen. Das positive Denken sollte am besten zur Gewohnheit werden. Und wie das mit Gewohnheiten ist und Sie die Erfahrung wahrscheinlich schon selbst gemacht haben, ist es ein längerer Weg, diese umzustellen. Doch mit etwas Ausdauer und dem Ziel vor Augen kommen Sie voran. Denken Sie an das Sprichwort von Konfuzius: "Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern."

Jeden Tag neu anfangen
Jeden Morgen haben wir es neu in der Hand, den Tag zu gestalten. Stimmen Sie sich morgens gleich auf den Tag ein uns sagen Sie, am besten laut: "Ich freue mich auf den Tag." Killerphrasen wären die Formulierungen "Ich weiß nicht" und "nein" unabhängig davon, welche Projekte anstehen. Jeder Tag ist ein kostbares Stück Lebenszeit, das unwiederbringbar ist. Es wäre zu schade, diese Zeit mit schlechten Gedanken zu vergeuden.

Den Alltag gestalten
Wenn die Einstimmung geschafft ist, schreiten Sie zu Ihren Aufgaben. Seien Sie achtsam und beobachten Sie sich selbst, wie Sie mit verschiedenen Themen umgehen. Sie werden sich bestimmt immer wieder dabei ertappen, wie Sie sich von Kleinigkeiten die Laune trüben lassen. Denken Sie daran, es macht keinen Sinn, sich über unabänderliche Dinge Gedanken zu machen. Auch wenn das Wetter neblig trüb ist und Ihr Chef Ihnen mal wieder das Leben schwer macht, sie werden weder die Wettersituation noch die Person durch Ihre Grübeleien verändern können. Haben Sie einfach Lust aufs Leben!

Lachen ist gesund
Lächeln ist weniger anstrengend. Für eine schlecht gelaunte Miene müssen Sie ca. 40 Gesichtsmuskeln anspannen, für ein Lächeln nur 17. Durchbrechen Sie düstere Stimmungen und angespannte Situationen öfter bewusst mit einem Lachen. Das kann eigenen Groll auflösen und Brücken zu anderen Menschen bauen. Lachen Sie täglich mindestens einmal laut über sich selbst. Gut tut es auch, mit dem Partner, den Kindern oder Freunden so herumzualbern, dass Sie sich den Bauch vor lauter lachen halten müssen. Auf diese Art bauen Sie Spannungen ab und können sich ausleben.

Zeigen Sie dem Ärger die rote Karte

Mit folgenden Einstellungen begegnen Sie dem Ärger und relativieren ihn:
  • Sagen Sie sich: "Ich habe keine Lust mich zu ärgern."
  • Beziehen Sie das Verhalten anderer nicht auf sich.
  • Achten sie darauf, wie Sie auf Ärger reagieren. Vermeiden Sie es dann bewusst, sich "hineinzusteigern". Sagen Sie einfach laut Stopp und klatschen Sie dabei in die Hände.

Das Selbstbewusstsein stärken
Oft sind es Unsicherheiten und Ängste, die in uns eine angespannte Haltung hervorrufen und uns dem Alltag gegenüber kritischer sein lassen. Auf dem Weg zu einem positiven Denken ist es deshalb auch wichtig, diese Hürden abzubauen und zu mehr Selbstbewusstsein zu gelangen. Fangen Sie bei der Entspannung in Ihrem Alltag an. Nehmen Sie Anerkennung und Erfolgserlebnisse in Ihrem Alltag bewusst wahr und rufen Sie sich diese am Abend, wenn Sie den Tag Revue passieren lassen, nochmals ins Gedächtnis. Auch wenn es in Ihren Augen Kleinigkeiten sind, stärken sie diese.

Führen Sie Buch
Beginnen Sie den Wandel der Gedanken ernsthaft zu dokumentieren. Legen Sie dazu ein Arbeitsheft an und tragen Begebenheiten ein. So vor Augen, bestätigen Sie sich nochmals und nehmen ein gutes Gefühl mit. Wenn es dazwischen Tage gibt, die nicht gut verliefen, können Sie ein paar Seiten zurückblättern und sich nochmals Erreichtes visualisieren. Aus einem Arbeitsheft ist außerdem ersichtlich, dass es einen Trend in die positive Richtung gibt, auch wenn Sie selbst manchmal das Gefühl haben, dass Sie auf der Stelle treten.

Erkennen Sie die Sonnenseiten des Lebens! Wir wünschen Ihnen viel Freude!

Buch-Tipp für Eilige: Der Taschen-Optimist, Horst Conen, Heinrich Hugendubel Verlag, 2005