Qi Gong
Die Bezeichnung Qi Gong kann frei als "beharrliches Üben mit der Lebensenergie" übersetzt werden. Qi Gong ist Bestandteil der Chinesischen Medizin, die auf jahrhundertealtem Erfahrungswissen beruht. Die Chinesische Medizin sieht den menschlichen Körper dann als gesund an, wenn das Qi (die Lebensenergie) frei durch die Energiebahnen des Körpers, die sog. Meridiane fließt und alle Organe ausgeglichen mit Qi versorgt sind. Stimmungsschwankungen, Schmerzen, Kraftlosigkeit sind alle Ausdruck stagnierender oder blockierter Energie. Wenn wir uns voller Tatendrang, strahlend und optimistisch fühlen, fließt die Energie ungehindert.Die Qi Gong Übungen bestehen aus einfachen Bewegungsabläufen, in Verbindung mit der Atmung und der Vorstellungskraft. Geübt wird entweder im Stehen, Sitzen oder im Liegen. Es gibt eine Vielzahl von Qi Gong Arten, deren gemeinsames Ziel die Gesunderhaltung, Persönlichkeitsentfaltung und Bewusstseinsschulung ist. Die Übenden spüren schnell wie sich ihre Stimmung hebt und sich Gelassenheit einstellt. Das tägliche Praktizieren von Qi Gong kann zur Kraftquelle werden.
Wirkungen
Qi Gong kann
- Krankheiten vorbeugen, das Immunsystem stärken und die Selbstheilung anregen
- Beschwerden lindern, andere Therapien unterstützen
- die Beweglichkeit fördern
- Blut-, Lymph- und Energiefluss harmonisieren
- regulierend auf das Nervensystem wirken
- die Konzentrationsfähigkeit verbessern und gleichzeitig die Entspannung fördern
- die Stimmungslage verbessern
- die Selbstwahrnehmung erhöhen
- Zivilisationskrankheiten vorbeugen (z.B. Rückenbeschwerden, Bluthochdruck etc.) und chronische Erkrankungen lindern
Formen und Stile des Qi Gong
Es sind über 1.000 verschiedene Übungsformen und Stile bekannt. Die Deutsche Qi Gong Gesellschaft stellt einige davon näher vor, hier einige Beispiele daraus in Kurzform:
Das 5 Organe Qi Gong
Eine beliebte Übungsreihe mit großer Wirkung, die vorbeugend und heilend auf die Funktionen von Lunge, Niere, Leber, Herz und Milz abzielt.
18-fache Übungen
Als sog. Liangong Shibafa werden die Übungen bezeichnet, die im Jahre 1981 in der Volksrepublik China zur "Erhaltung der Volksgesundheit" eingeführt und dem Volk offiziell empfohlen wurden. Bei uns ist diese Form als "Das Tao der Selbstheilung" bekannt geworden.
Chan Mi Qi Gong
Diese Form, übersetzt "Geheimes Zen Qi Gong" geht auf ein tibetisch-buddhistisches Qi Gong zurück, das vor etwa 5.000 - 6.000 Jahren im Himalaya entstand. Die sanften schlangenartigen Übungen werden durch traditionelle Mantren, Mudras und Visualisierungen ergänzt.Â
Meridian Qi Gong
Es bezeichnet eine Übungsreihe, die Bewegung und Ruhe in besonderer Weise verbindet. Nach einem Vorbereitungsteil gibt es für jeden Meridian einfache Bewegungen, bei denen den Energieleitbahnen nachgespürt wird. Eine Ruhephase schließt sich an. Diese Form eignet sich besonders gut zum therapeutischen Qi Gong.
Stilles Qi GongÂ
Bei diesem "weichen" Qi Gong wird vermehrt auf die inneren Bewegungen geachtet, die äußeren sind kaum oder gar nicht sichtbar. Inhalt sind sehr alte überlieferte Übungen aus zen-, tibetischen oder tantrisch-buddhistischen Schulen. Ziel ist u.a. die Atemregulierung, das Eintreten eines tiefen, inneren Ruhezustands und die Bewahrung des Geistes.
Hinweis
Qi Gong kann das Leben, die Gesundheit und das Wohlbefinden bei regelmäßigem Üben verbessern. Menschen, die in westlicher Tradition aufgewachsen sind, muss aber klar sein, dass sie einer grundsätzlich anderen Kultur begegnen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Basis der Chinesischen Medizin zu verstehen. Das Kursangebot ist in Deutschland mittlerweile groß. Da der gesundheitliche Nutzen bestätigt ist, übernehmen sogar einige Krankenkassen die Kursgebühr. Qualifizierte Lehrer finden Sie z.B. über die Website der Deutschen Qi Gong Gesellschaft.
Quelle: www.gigong-gesellschaft.de
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