Säure-Basenhaushalt
Der Säure-Basenhaushalt ist der Oberbegriff für eine ganze Reihe an Regelmechanismen, die den Ablauf der Stoffwechselvorgänge im Körper aufrechterhalten. Notwendig ist dazu ein pH-Wert im Blut von 7,4 (+/- 0,05). Regulierend in diesem Prozess wirken die Puffereigenschaften des Blutes, der Gewebe, der Gasaustausch in der Lunge und die Ausscheidungswege Niere und Haut mit. Störungen in diesem Säure-Basen-Gefüge können zu einer Übersäuerung oder Untersäuerung führen und ernsthafte Beeinträchtigungen der Gesundheit nach sich ziehen.Eine pH-Skala kann den Grad oder die Stärke einer Säure oder Base messen. Je niedriger der pH-Wert, desto saurer, je höher der pH-Wert, desto basischer ist das Milieu. Säuren spielen in unserem Körper eine wichtige Rolle, z.B. als Verdauungssäfte oder in Form von Kohlensäure, die bei der Zellatmung entsteht und mit jedem Atemzug unseren Körper verlässt. Basen treten vor allem in wässrigen Lösungen auf und werden dann Laugen genannt. Vor allem mineralische Stoffe wie Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und Natrium liegen so vor. Unser Stoffwechsel produziert ständig Säuren, die mit Basen neutralisiert und ausgeschieden werden. Sind nicht mehr ausreichend Basen hierfür vorhanden, gerät der Säure-Basenhaushalt aus dem Gleichgewicht. Säuren werden dann im Bindegewebe, in Muskeln und Gelenken eingelagert.
Übersäuerung
Die schleichende Übersäuerung führt dazu, dass sich das Fließverhalten des Blutes ändert und sich dabei die roten Blutkörperchen aneinander kleben. Dies kann Folgen in den verschiedensten Organen und Körperregionen nach sich ziehen. Äußern kann sich das u.a. in folgenden "Alltags"-Beschwerden:
- Hautprobleme: Ekzeme, Cellulite, Haarausfall
- Kreislaufstörungen: kalte Extremitäten, Schwindel, Sehstörungen, Ohrgeräusche
- Immunschwächung: Infektneigung, Abszesse
- Krankheiten des Verdauungstraktes: Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung
- Vegetative Störungen: Nervosität, Müdigkeit, Spannungskopfschmerzen, Migräne
- Rheumatische Erkrankungen: Weichteilrheuma, Fibromyalgie
Ernährung
Eine zentrale Bedeutung kommt dabei der Ernährung zu. Dabei spielt nicht nur das "Was" sondern auch das "Wie" wir essen eine Rolle. Denn häufig wird zu schnell, zu viel, zu oft, zu spät oder ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr gegessen. Nach F. X. Mayr sollen 80% der Ernährung aus basischen oder neutralen Lebensmitteln bestehen und nur 20% aus sauren oder säuernden Lebensmitteln.
Hier einige Beispiele für basische und saure Lebensmittel:
Basisch: Kartoffeln, Obst, Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Vollmilch, Sahne, stille Mineralwässer, Kräutertees
Sauer bzw. säuernd: Fleisch, Wurst, Fisch, Eiweiß, Käse, Quark, Kaffee, Alkohol, Zucker, Kuchen, Torten, Schokolade
Wer seine Ernährung verstärkt mit basischen Lebensmitteln anreichern möchte bzw. sich im Klaren sein will, welche Säurelocker bereits unbewusst verzehrt werden, besorgt sich am besten eine Ernährungstabelle.
Tipps für den Alltag
Auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt gibt es noch viele wichtige "Helfer". Sport und Bewegung kann Sie dabei unterstützen, Säuren abzubauen. Dabei kommt es aber auf das rechte Maß an. Ein zu intensives Training bewirkt eher einen Überschuss an Säuren. Sie können Ihre Basenbildung durch den zusätzlichen Verzehr von Basenpulvern fördern. Dabei sorgen Mineralstoffe für die Neutralisation von Säuren. Versuchen Sie auch, übermäßigen Stress durch Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen zu kompensieren.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

