Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Lachen tut gut

Lachen wirkt, Lachen ist gesund! Kennen Sie diesen Spruch? Was der Volksmund schon lange weiß, haben Wissenschaftler nun mit Studien belegt. Durch das Lachen können entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen freigesetzt, Stresshormone abgebaut und das Immunsystem gestärkt werden. Außerdem kann der Stoffwechsel angeregt und die Atmung verbessert werden. Übrigens, wer lacht, kann nicht gleichzeitig denken. Dieser Aspekt soll den Geist entspannen und so zum Abbau von Stress führen. Einige Teilnehmer von Lach-Seminaren berichteten auch von einer gesteigerten Kreativität nach den Einheiten. Außerdem konnte die positive Grundstimmung nach den Übungen mit in den Tag genommen werden. Dies alles sind schlagkräftige Argumente um häufiger zu lachen. Von den Studien völlig unbeachtet ist die Tatsache, dass Lachen einfach Spaß macht.

Die Idee

Der indische Arzt Dr. Madan Kataria aus Mumbai ist Schöpfer dieser Methode. Der studierte Yogi entwickelte verschiedene Lachübungen, die in erster Linie auf der Tiefenatmung des Yoga basieren. Er beschreibt Lach-Yoga als eine "laute" Sofortmeditation, die ein Ausschalten des Intellektes bewirken soll. Um Lach-Yoga zu praktizieren ist nicht einmal Humor notwendig, denn es geht um Lachen ohne Grund. Neben dem gesundheitlichen Nutzen glaubt Kataria daran, dass gemeinsames Lachen positive Energien freisetzt, die Frieden und Liebe fördern. Es gibt folgendes treffende Zitat von Kataria: "Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind - wir sind glücklich, weil wir lachen!". Mittlerweile soll es weltweit mehr als 6000 Lachclubs und Lachschulen geben.

Üben, üben, üben

Geübt werden kann in Einzelsitzungen oder Gruppen. Praktiziert wird Lach-Yoga mittlerweile in Vereinen, Krankenhäusern, Kurkliniken, Altenheimen, Praxen etc. Überall dort, wo Menschen betrübt, krank sind oder etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Um in den Genuss der gesundheitlichen Vorteile zu kommen, ist es notwendig, die Übungen mehrmals wöchentlich zu wiederholen. Zum Programm gehören yogische Lachübungen, Dehn- und Streckübungen, verbunden mit stimulierenden Lachübungen.

Übungsbeispiel Löwen-Lachen
Diese Übung wurde von einer Yoga-Haltung abgeleitet, die als Simha Mudra (Löwenhaltung) bekannt ist. Bei weit geöffnetem Mund wird die Zunge soweit wie möglich herausgestreckt. Die Augen sind weit geöffnet, die Hände vor dem Körper wie ausgestreckte Tatzen eines Löwen. Dazu wird wie ein Löwe gefaucht und anschließend tief aus dem Bauch heraus gelacht. Das Löwen-Lachen soll eine sehr gute Übung für die Gesichtsmuskulatur, Zunge und Kehle sein. Es soll die Immunkraft, die Kehle stärken und außerdem die Schilddrüse mit Blut versorgen.

Auch wenn den meisten Menschen Lachen gut tut, gibt es dennoch Grunderkrankungen, bei denen heftiges Lachen nicht angezeigt ist, wie z.B. Angina Pectoris, Zwerchfellbruch, Rippenbrüchen, Atemwegs- und Viruserkrankungen u.a. Sprechen Sie bei Zweifeln mit Ihrem Arzt.

Weiterführende Infos:
www.hoho-haha.de; Website des Verbandes der deutschen Lach-Yoga-Therapeuten e.V.
www.wikipedia.de