Sandrose
Die Wüste blühtDünen soweit das Auge reicht, tagsüber starke Hitze, nachts Kälte und beständiger Wind, der unzählige Sandkörner laufend umverteilt. Das sind die Bedingungen, unter denen rosettenförmige Gesteine, die sog. Sandrosen gebildet werden. Grundwasser aus einsickerndem Tau gelangt an die Oberfläche und verdunstet rasch in der trocken-heißen Luft. Es bleiben die gelösten Mineralien, die zusammen mit dem Sand auskristallisieren. Der Wind gibt immer wieder Flächen mit Kristallformationen frei, die sogar eine Größe von bis zu mehreren Metern erreichen können.
Mineral mit vielseitigem Nutzen
Mineralisch gesehen handelt es sich um Gips, welcher in unterschiedlichen Farben und mit verschiedenen Namen bekannt ist. So gehören Selenite, auch Marienglas, ebenso zu den Gipskristallen wie Alabaster. Gips ist aus vielen Bereichen unseres Alltags nicht mehr wegzudenken. Er findet sich in Tonen und Mergeln eingeschlossen auf Erzlagerstätten, in alten Bergwerksstollen und natürlich in Wüsten. Der griechische Bildhauer Lysistratos soll der Erste gewesen sein, der Gipsabdrücke herstellte, aus denen Totenmasken gefertigt wurden. Die Griechen sind auch an der Namensgebung beteiligt. Sie nannten das meist weiße Material "gypsos". Doch schon die Ägypter verwendeten Gips beim Bau der Pyramiden. Heute wird Gips in der Zement- und Bauindustrie eingesetzt oder als Alabaster zu Plastiken, Gefäßen und Schmuck verarbeitet.
Die Wüstenrose, wie die Sandrose auch genannt wird, ist vielseitig. Kleine und große Stücke sind ein beliebter Blickfang von Dekorationen. Doch sie ist auch ein erstklassiger Duftträger und sorgt so für ein angenehmes Raumklima.
Körper und Seele
Der Sandrose wird klärende Wirkung auf Gehirn und Verstand nachgesagt. Marienglas und Wüstenrosen sollen Gedanken inspirieren können. Auf der körperlichen Ebene sollen die Geschlechtsorgane günstig beeinflusst werden können. Außerdem sollen Sandrosen die Fettverdauung fördern und vor mangelndem Knochenaufbau schützen können.
Steckbrief
- Mineralklasse: Sulfate
- Mohshärte: 2
- Wichtige Vorkommen: Mexiko, Chile, USA, Marokko, Algerien, Frankreich, Italien, Kanada, Russland
- Sternzeichenzuordnung: Krebs
- Pflege: einmal im Monat unter fließendem, laufwarmen Wasser entladen und in einer Schale mit kaltem Wasser oder über Bergkristall-Trommelsteinen wieder aufladen.
Weiterführende Infos: Edelstein Geschichten, Klaus Drexel, Drexel Verlag

