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Turmaline Mit einem Härtegrad von 7 bis 7,5 gehören Turmaline zu den besonders harten Steinen. Der Turmalin war auch der erste Stein, an dem pyroelektrische Effekte beobachtet wurden. Holländische Pfeifenraucher machten sich seine Fähigkeit, sich durch REiben oder Erwärmen elektrisch aufzuladen, zu nutze und zogen mit Turmalinen die Asche aus ihren Meerschaumpfeifen. Daher stammt auch der Begriff Aschentrekker (= Aschenzieher), der lange Zeit als Synonym für den Turmalin verwendet wurde.
Die Entstehung von Turmalinen spielt sich größtenteils im Erdinneren ab. Die Kristalle wachsen häufig in Graniten und Pagmatiten, in pneumatolyitschen und hydrothermalen Gängen, in Drusen und alpinen Klüften. Fundorte sind heute Brasilien, West-Afrika, Ost-Afrika, Madagaskar, Ceylon, Pakistan, Australien, Russland, Afghanistan und USA. Charakteristisch ist die trigonale Form des Turmalin zum hochgeschätzten Edelstein bei Sammlern und Schmuckliebhabern.
 Folgende Ausprägungen und damit verbundene Namen sind bekannt:
Achroit: (giech. der Farblose) farblos bis zartgrün
Apyrit: (girech. ohne Feuer) violette Färbung
Buergerit: brauner Natrium-Aluminium-Eisen-Turmalin mit mittel- bis dunkelbrauner Farbe, benannt 1966 nach dem amerikanischen Kristallographen Martin J. Buerger
Chromdravit: dunkelgrün bis schwarzgrün
Dravit: braun, gelb, grün, benannt nach seiner ersten Fundstelle im Drau- bzw. Dravetel, im heutigen Slowenien
Elbait: viele Farben, hat seinen Namen von der Insel Elba, wo 1913 von W. Verdansky diese Turmaline gefunden wurden
Feruvit: schwarzer Calcium-Eisen-Aluminium-Turmalin
Foitit: dunkel-indigoblau, benannt nach dem amerikanischen Mineralogen Franklin F. Foit jr.
Indigolith: blau, einer der behrtesten und kostbarsten Turmalin  Liddicoatit: vielfarbiger Turmalin, der ausschließlich in Madagaskar vorkommt. Benannt nach dem amerikanischen Gemmologen Richard T. Liddicoat
Olenit: blass-rosa, 1986 nach seinem Fundort am Fluß Olenek in Sibirien benannt
Rubellith: (lat. rötlich) intensiv rot leuchtender Turmalin
Schörl: schwarz, der name stammt aus der Bergarbeitersprache des Mittelalters und bedeutet soviel wie unreines, unnutzes Erz
Siberit: rote bis violette Turmaline aus Mursinka/Sibieren
Skoryl: gelb-grün-schwarzer Turmalin
Tsilaisit: dunkelgelb, wurde von Wilhelm Kunitz nach seinem Fundort Tsilaisina/Madagaskar benannt
Uvit: hell- bis dunkelbraun, wurde in der Provinz Uva auf Sri Lanka gefunden
Verdelith: grüner Turmalin, kommt vor allem in Brasilien vor
Watermelon: außen hellgrün, innen rot, äußerst begehrt bei Sammlern und Schleifern
Verwendung:
Turmaline werden in der Elektronik verwendet, ihre Bedeutung als Schmuckstein ist jedoch weitaus größer. Mit Ausnahme des Schörls besetzen sie die gehobenere Preisklasse der Edelsteine. Auch als Heilsteine erfreuen sich Turmaline größter Beliebtheit. Nach Überlieferungen gelten Sie als Festigungsteine für Freundschaften und Liebe. Der schwarze Turmalin soll auf seinen Träger befreiend wirken und diesen vor negativen Einflüssen schützen. Er gilt als einer der kräftigsten Schutzsteine für Körper und Seele, der unterstützend bei der Erreichung der Lebensziele mitwirken kann.
Zuordnung Sternzeichen: Waage: grüner Turmalin Steinbock: schwarzer Turmalin Skorpion: rosa oder roter Turmalin, Rubellith Quelle: Edelstein Geschichten, Klaus Drexel; Das Große Lexikon der Heilsteine, Düfte und Kräuter, Methusalem Verlag
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